Adventlicher Ausblick - Das Weihnachtshaus in Coesfeld
Die Lösung ist einfach einleuchtend und begeistert alle Beteiligten. Aber bis dahin war es ein langer Weg. Dabei war der Wunsch vom Stadtmarketingverein Coesfeld & Partner e. V. eigentlich nichts Außergewöhnliches. Schließlich dienen mittlerweile in der Adventszeit unzählige Gebäude als überdimensionale Adventskalender, wird gerade in dieser Zeit Kunstlicht zur Lichtkunst im XXL – Format. Aber die Wirtschaftsförderer in Coesfeld wollten nicht nur täglich Türen öffnen und allabendlich den Marktplatz erhellen. Sie suchten nach einer individuellen Lichtinstallation für Ihr besonderes Domizil und fanden mit kompetenten Partnern eine überzeugende Lösung.
So erstrahlt jetzt seit dem 1. Dezember in Coesfeld die biblische Weihnachtsgeschichte in 24 Bildern des Druckgrafikers Marco Henkenjohann. Dazu komponierte der Künstler aus unterschiedlichsten Materialien Collagen, die dann als gescannte digitale Druckvorlagen von Alexander Hetfeld weiterverarbeitet wurden.
Der Coesfelder Werbetechniker ist mit seinem Unternehmen ha–Außenwerbung nicht nur einer der Promotoren der ganzen Aktion, sondern auch maßgeblicher technischer Realisator des Weihnachtshauses. Dabei galt es bis zur Fertigstellung einige Klippen zu umschiffen. So mussten die Bilder so in die Fensteröffnungen eingefügt werden, dass weder die Sandsteinfassade beschädigt, noch der dahinterliegende Raum durch „Licht- und Sichtentzug“ für die Büroarbeit unbrauchbar wurde. Außerdem sollten im Gegensatz zu einem herkömmlichen Adventskalender alle Bilder zwar von Anfang an sichtbar sein, aber das jeweilige „Bild des Tages“ durch Lichteffekte optisch hervorgehoben werden.
Alexander Hetfeld entschied sich für EPS.Crystal – Spanntuchprofile als Rahmenlösung und für ein schwarz–hinterdrucktes Mesh–Gewebe als Druckstoff. Montiert wurde das Ganze auf einen Aluminiumgrundrahmen, der mit einer selbstkonstruierten Spannvorrichtung in die Fensteröffnung eingepasst wurde. Hierzu wurden Bolzen durch den Rahmen geschraubt und mit Kugelgelenkfüßen versehen. So war es möglich, die Rahmen fest, flexibel und fassadenschonend perfekt zu positionieren. Da die Füße zusätzlich mit Gummikappen versehen wurden, konnte eine Schädigung des Sandsteins sicher verhindert werden. Während die Bilder an der Vorderseite bündig mit der Fassade abschließen, wurden die Rahmen umlaufend mit 2 cm Spiel eingebaut, so dass auch die notwendige Beleuchtungstechnik mit sehr geringem Aufwand installiert werden konnte. Komplettiert wurde der pfiffige Einbau durch ein elektronisches BUS–System mit variablen Steuerungsmöglichkeiten. So können jetzt alle Bilder individuell passend ins rechte Licht gesetzt werden. In der Regel bekommt das „Bild des Tages“ erst eine Solobeleuchtung von 15 Minuten, bevor alle anderen Bilder zugeschaltet werden.
Die Premiere ist gut gelungen und für die nächsten drei Jahre sind alle Fensterplätze fest vergeben. Denn wenn die Rahmen nach Weihnachten wieder entfernt werden müssen, können sie ohne Probleme eingelagert und im nächsten Jahr wieder genutzt werden. Aber auch der Motivwechsel ist natürlich kein technisches Problem. Aufgrund der verwendeten Spanntuchtechnik kann der Druck einfach und kostengünstig ersetzt werden.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Hauptseite
und weitere Newsletter im EPS.Background.
|