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Denkmal Druck - Vom Regensammler zum Kunstsammler

Manchmal ist es gut im Weg zu stehen und auf keinen Fall weichen zu können. Das gilt besonders dann, wenn die wahren Werte eher verdeckt sind und Schönheit von daher für die Erbauer nicht in Kostenstellen fassbar ist. So erging es einem hochtechnischen Gebäude mitten in der Siegener Innenstadt. Tief im Boden verborgen sorgt es dafür, dass trotz längerer Regenperioden niemand nasse Füße bekommt und alles anfallende Oberflächenwasser regelgerecht seiner weiteren Bestimmung zugeführt wird. Nun arbeitet dieses Wunderwerk der Speichertechnik zwar weitgehend im Verborgenen, aber die Verantwortlichen müssen natürlich trockenen Fußes die Anlagen erreichen können. So wurde der Einstieg in die unterirdische Wasserwelt als unspektakuläres Zweckgebäude gebaut. Während sich in den folgenden Jahren der Standort rundherum zu einem begehrten innerstädtischen Quartier mauserte, blieb die Stahlbox was sie war. Doch dann geschah ein wahres Wandlungswunder, ausgelöst durch einen feinsinnigen örtlichen Investor. Die örtliche Sparkasse Siegen, immerhin eines der größten öffentlichen Institute Deutschlands, errichtete in direkter Nachbarschaft ein architektonisch überzeugendes Einkaufs- und Verwaltungszentrum und beschloss auch beim Einstiegshaus die Initiative zu ergreifen. Sie beauftragen den engagierten Architekten Rainer Oestereich–Rappaport auch mit der Umplanung des Wasserwürfels.

Und der kunstsinnige Architekt schuf aus dem kantigen Klotz einen Meilenstein für Musikgeschichte. In ansprechender Form verband er die Funktion einer optimierten Einstiegslösung mit der präsentablen Platzgestaltung. Es entstand eine Vitrine voller geschichtlicher Werte, eine Hommage an fünf große Söhne des Siegerlands: Die Ausnahmekünstler Busch. „Die Gebrüder Busch waren zu ihrer Zeit weltberühmt und wer weiß schon, dass Adolf Busch Yehudi Menuhin zum Schüler hatte,“ erklärt Rainer Oestereich–Rappaport den Hintergrund der Aktion und fährt fort,: „Das Gebäude konnte wesentlich verkleinert werden, da technische Anlagen in den Keller des Verwaltungszentrums der Sparkasse verlagert wurden.“ Das schuf auch Raum für die Spanntuchvitrine an der Außenseite. Auf einer Fläche von 2,7 mal 3,2m entstand hintergründig beleuchtete Kunst im öffentlichen Raum, perfekt profiliert mit EPS.LUMI und durch ein zusätzliches Glasfinish hochwertig fokussiert. So wurde aus dem unscheinbaren Weckducker ein echter Hingucker.

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